Sie sind hier: Startseite

Wenn der Begriff Naturschutz fällt, geht es um den Schutz von Naturgütern. Er beinhaltet alle Maßnahmen, die der Erhaltung und Wiederherstellung von Naturgütern oder des Naturhaushaltes dienen. Zu den Naturgütern gehören Tiere, Pflanzen, Wasser, Boden, Luft und Energie, welche dem Menschen als Lebensgrundlage dienen. Eine der größten Aufgaben der Menschheit ist es von daher, den Naturhaushalt zu stabilisieren.

Im Bundesnaturschutzgesetz sind die Schutzziele festgelegt. Man unterscheidet danach zwischen drei Säulen, Naturschutz auf amtlicher Ebene, auf ehrenamtlicher Ebene oder auf privater Ebene. Naturschutz auf amtlicher Ebene wird per Gesetz in Form des Bundes- und Landesnaturschutzgesetzes geregelt. Verantwortlich für die Durchführung bestimmter Maßnahmen sind die Bundesländer.

Die Lebensräume der Tiere und Pflanzen dürfen nicht weiter zerstört werden. In Deutschland existieren rund 45.000 Arten von Tieren, Pflanzen, Moose und Pilze umfassen über 30.000 Arten. Die biologische Vielfalt umfasst insgesamt drei Ebenen, die Vielfalt an Ökosystemen, die Artenvielfalt und die genetische Vielfalt inmitten der verschiedenen Arten. Biologische Vielfalt gibt es überall auf der Welt, Schwerpunkte sind beispielsweise die Tropen, die Wälder und die Meere.

Weltweit ist ein alarmierender Rückgang der biologischen Vielfalt zu verzeichnen, wodurch die Lebensgrundlage des Menschen bedroht ist. Man hat erkannt, dass der Verlust an Lebensräumen und Arten gestoppt werden muss.
Auf der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung (UNCED) wurde zu diesem Zweck das Übereinkommen über die biologische Vielfalt beschlossen. Diese Konferenz fand 1992 in Rio de Janeiro statt. Außer den 193 Vertragsparteien gehört auch Deutschland zu den Mitgliedstaaten.

Eine besonders große Rolle spielt der Klimawandel, unter welchem man längerfristige Veränderungen der durchschnittlichen Klimawerte versteht. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass diese Veränderungen teilweise auf menschliche Aktivitäten zurück zu führen sind. Den Prognosen entsprechend muss in den nächsten Jahrzehnten mit Temperaturanstiegen, dem Anstieg des Meeresspiegels, einer Veränderungen der Niederschlagsverteilung sowie mit gehäuftem Auftreten von extremen Wetterereignissen gerechnet werden. Auch diese Veränderungen werden sich mit Sicherheit auf die biologische Vielfalt auswirken.

Das Bundesamt für Naturschutz fördert und betreut Projekte und Forschungsvorhaben, die auf den Zweck der Erhaltung der Tier- und Pflanzenarten sowie ihrer Lebensräume ausgerichtet sind. Das Bundesamt für Naturschutz arbeitet zudem eng mit Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, denn nur durch eine breit gefächerte Basis können auf Dauer Erfolge erzielt werden.

Auch privat kann man viel für den Umweltschutz tun. Oftmals geht es dabei nur um simple Dinge, die man im täglichen Leben gar nicht mehr beachtet, weil alles so selbstverständlich geworden ist. Aber eigentlich ist nichts selbstverständlich, darüber sollte sich jeder im Klaren sein. Heimliche Stromfresser gibt es leider noch in zu vielen Haushalten. Durch den Austausch überalterter Haushaltsgeräte und die Reduzierung des Stromverbrauches wird nicht nur die Umwelt, sondern auch der eigene Geldbeutel geschont.